Corona 2020: ein hartes Jahr für die Wirtschaft

Statistikkurve auf Gitternetz

Bedingt durch die Corona-Pandemie erfuhren alle Bundesländer einen massiven Rückgang des nominellen wie auch realen Bruttoregionalproduktes (BRP). Das nominelle BRP der Steiermark sank so im Jahr 2020 um -4,5 %, was in etwa dem Österreichdurchschnitt von -4,6 % entsprach. Höhere Verluste als die Steiermark realisierten Tirol (-7,5 %), Salzburg (-5,9 %) und Niederösterreich mit -5,4 %. Die geringsten Rückgänge erfuhren die Bundesländer Burgenland und Wien mit jeweils -3,5 % und Kärnten mit -3,6 %.

Auch die Zahl der Erwerbstätigen (selbstständige und unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse) sank im Jahr 2020 pandemiebedingt in allen Bundesländern. In der Steiermark betrug der Rückgang -1,8 % auf 668.800 Beschäftigungsverhältnisse (Österreich: -1,9 % auf 4.725.300). Die höchsten Verluste wurden in Tirol (-3,2 %), gefolgt von Salzburg (-2,8 %) und Kärnten (-2,3 %), verzeichnet. Dieser in Relation zu Krise relativ geringe Rückgang an Beschäftigungsverhältnissen in allen Bundesländern lag vor allem am verbreiteten Einsatz von Kurzarbeit, was sich anhand der weitaus drastischer gesunkenen Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Österreich (-8,7 %) ablesen lässt.

Laut STATISTIK AUSTRIA verzeichneten 2020 alle Bundesländer einen massiven Rückgang des realen BRP - bei einer Schrumpfung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -6,7 %. Die Steiermark lag gemeinsam mit Niederösterreich mit einem realen Rückgang von ‑7,1 % an sechster Stelle im Bundesländerranking. Die höchsten Verluste hatten Tirol (‑10,2 %) und Salzburg (‑7,9 %) zu verkraften. Hier führte insbesondere die hohe Bedeutung des Tourismus zu massiven Verlusten. In Niederösterreich und der Steiermark ging das BRP um jeweils ‑7,1% zurück. Während in Niederösterreich der durch die Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommene Flugverkehr maßgeblich dafür verantwortlich war, verzeichnete die Steiermark starke Rückgänge in der Kfz-Industrie und im Maschinenbau.

Was die Auswirkungen der Revision der Regionalen Gesamtrechnung der STATISTIK AUSTRIA vom 15.12.2021 auf die regionale F&E-Quote anbelangt, so hat sich wenig bis nichts verändert: Die steirische F&E-Quote für das Jahr 2019 beträgt weiterhin 5,15 %.

Weitere Details sind im folgenden  PDF-Dokument erhältlich. 

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Ing. Mag. Raimund Kurzmann
Wirtschafts- und regionalpolitische Stellungnahmen und Berichte, Evaluierungen, WIBIS, Wirtschaftsbericht
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