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Neues Impulszentrum Rohstoffe in Leoben soll für kräftige Impulse bei Forschungs- und Technologie-Kooperationen sorgen

v.l.: Christian Knill, Spartenobmann Industrie, Landesrat Christian Buchmann, Bürgermeister Matthias Konrad, Rektor Wolfhard Wegscheider, SFG-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck© Schiffer
Die Steiermark bekommt in den nächsten Monaten ein weiteres, neues Impulszentrum: 5,5 Millionen Euro werden in das Impulszentrum Rohstoffe in Leoben investiert. Der Grundstein für das neue Zentrum, das im Auftrag der Innofinanz, einer Tochter der SFG entsteht, wurde am 26. Februar 2010 gelegt.

Es war ein kleiner, aber symbolischer Handgriff für die Zukunft der Steiermark als Technologie-, Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort: Am Freitag wurde in der Innenstadt von Leoben - an der Stelle des ehemaligen Stadtsaales - der  Grundstein für das neue Impulszentrum Rohstoffe gelegt. Im Auftrag der Innofinanz, einer Tochterfirma der SFG, entsteht um 5,5 Millionen Euro ein Zentrum für Forschungs- und Laboreinrichtungen, das von der Montanuniversität Leoben, Institutionen für außeruniversitäre Forschung und Ausbildung sowie Unternehmen besiedelt werden wird.

„In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Rohstoffen weltweit geradezu explodiert. Sie spielen eine immer wichtigere Rolle in der Wertschöpfungskette. Das Impulszentrum Rohstoffe (IZR) entsteht in der großen Tradition der Forschungsschwerpunkte in der Obersteiermark und zeigt, dass Innovation Impulse für Wachstum auslöst", betonte Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann anlässlich der Grundsteinlegung.


Neue Akzente
Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen in knapp einem Jahr die ersten Mieter im Impulszentrum Rohstoffe einziehen und an der Schnittstelle zwischen Universität und Wirtschaft neuen Schwung entfalten. „Rohstoffe und Energie sind die zentralen Zukunftsthemen", verwies der Rektor der Montanuniversität Leoben, Wolfhard Wegscheider, auf das ökonomische Potenzial. Während andere Uni-Standorte die Bedeutung ihrer Rohstoff-Forschung reduziert haben, „setzen wir in Leoben genau in diesem Bereich wichtige Akzente. Die beiden Impulszentren, Rohstoffe und Werkstoffe, ergänzen sich infrastrukturell hervorragend." Das IZR soll unter anderem verschiedene Einheiten aus der Rohstoff-Forschung zusammenführen, Technik-, Labor- und Versuchsflächen bündeln, Forschungs- und Technologiekooperationen zwischen Universität und Unternehmen fördern sowie ein umfangreiches, praxisnahes Ausbildungsangebot für Unternehmen anbieten.

Die Montanuniversität Leoben wolle der Industrie damit eine klare Vorwärtsstrategie signalisieren, ergänzte Martha Mühlburger, die als Vizerektorin und Geschäftsführerin des Materials Clusters wesentliche Vorarbeiten für das Impulszentrum geleistet hat. „Wir können mit diesem Zentrum wissenschaftliche Einheiten, Institutionen für den Technologietransfer und praxisnahe Ausbildung unter einem Dach ansiedeln und somit die Kompetenz bündeln." Auch Wissenschaftsministerin Beatrix Karl wies in einer schriftlichen Grußadresse darauf hin, dass das neue Zentrum dazu beitragen werde, Forschung und Entwicklung zu intensivieren und zukunftsweisende Impulse zu setzen".


Visitenkarte für die Stadt

Im Impulszentrum Rohstoffe - in unmittelbarer Nähe des sehr erfolgreichen Impulszentrums Werkstoffe - sollen massive und schwere Forschungs- und Laboreinrichtungen wie Gesteinssägen, Pressen oder die Ausstattung für Schwerlastversuche ebenso Platz finden wie Beton-, Klima-, Wetter- und Chemielabore. Interesse besteht zudem von international renommierten Unternehmen aus dem Rohstoffbereich, sich im Rohstoff-Zentrum auf einer der sieben Geschossflächen einzumieten.

„Die Montanuniversität Leoben ist eine Visitenkarte auch für die Stadtgemeinde Leoben", freute sich Leobens Bürgermeister Matthias Konrad über die weitere räumliche Ausdehnung der Universität und ihr vorgelagerter Institutionen. „Das neue Impulszentrum Rohstoffe beweist wie viele andere Einrichtungen, dass nicht nur die Vergangenheit der Stadt, sondern erfreulicherweise auch ihre Gegenwart und Zukunft von montanistischer Kompetenz positiv beeinflusst werden." Wo die Stadtgemeinde es könne, unterstützte sie diese Initiativen wie auch bei diesem Projekt.

Die aktive Beteiligung des Stadtoberhauptes bei der Grundsteinlegung mit einer Maurerkelle gehörte in diesem Fall ebenso dazu wie die Mithilfe anderer Ehrengäste - unter ihnen Burghard Kaltenbeck von der Steirischen Wirtschaftsförderung und der Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer, Christian Knill - mit kleinen, aber symbolischen Handgriffen für die Zukunft des Technologiestandortes Steiermark.

 

 Video von der Grundsteinlegung des Impulszentrums Rohstoffe

 

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