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Die neue Welt der Rohstoffe eröffnet in Leoben

Gemeinsames Dach für die „Wiege“ der Montanuniversität Leoben

v.l.: Univ. Prof. DI Dr. Wolfhard Wegscheider (Rektor der Montanuniversität), Dr. Christian Buchmann (Landesrat für Wirtschaft, Europa und Kultur), Univ. Prof. DI Helmut Flachberger (Leiter des Department Mineral Ressources & Petroleum Engineering), Dr. Burghard Kaltenbeck (GF SFG).© Frankl
Mehr als 100 Gäste, darunter Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann, waren bei der Eröffnung des neuen Impulszentrums Rohstoffe (IZR) in Leoben.© Frankl

Leoben, 20. Mai 2011 - 1840 startete die heutige „Montanuniversität Leoben" als „Steiermärkisch-Ständische Montanlehranstalt" mit den Studienrichtungen Bergwesen und Hüttenwesen. Im Laufe der Jahrzehnte kamen immer neue Studienrichtungen hinzu. Wiege und Herzstück der Lehre in Leoben blieb jedoch stets der Bereich Bergwesen, der heute im Department „Mineral Resources and Petroleum Engineering" organisiert ist. Dieses Department erhält 171 Jahre nach seiner Gründung wieder einen gemeinsamen Standort: das neue Impulszentrum Rohstoffe Leoben (IZR), das am 20. Mai 2011 offiziell eröffnet wurde.


Der Bau ist einzigartig in der Steiermark und selbst Symbol für die Rohstoffgewinnung: Er reicht 20 Meter in die Erde - so tief wie kein anderes Bauwerk in der Region. Und er ragt 20 Meter in die Höhe und vereint auf insgesamt sieben Geschoßen alle Forschungseinrichtungen im Bereich der Rohstoffe. Ergänzt wird der Innovations-Mix im IZR durch angesiedelte Firmen, die im obersten Geschoß im Sommer ihre Tätigkeit aufnehmen. Rohstoffe stehen am Beginn der Wertschöpfungskette und sind damit für die europäischen Industrien von besonderer Bedeutung. Dennoch ist in den letzten Jahrzehnten die primäre Rohstoffgewinnung in Europa zurückgegangen. Außerdem mangelte es am Bewusstsein, dass es eine homogene, effiziente Rohstoffpolitik auf gesamteuropäischer Ebene braucht.

Das hat zu starken Versorgungsschwankungen und Preissteigerungen bei den Rohstoffen geführt - vor allem auch deshalb, weil die Nachfrage in Schwellenländern wie Brasilien, Russland, Indien und China drastisch angestiegen ist. Und für die europäische Wirtschaft blieben immer weniger Rohstoffe übrig. Um die Rohstoffversorgung der europäischen Industrien und damit die Aufrechterhaltung einer Vielzahl von Arbeitsplätzen sicher zu stellen, will das Impulszentrum für Rohstoffe Leoben eine neue Rohstoff-Kultur für Europa einläuten. Dabei steht die intensive Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im Mittelpunkt, die durch die strategische Standortwahl Leoben sichergestellt wird. Die neue Infrastruktur für Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen in diesem Bereich setzt dabei nicht nur ein sichtbares Zeichen für die Kompetenz der Region, sondern bündelt auch Know-how und macht gemeinsame Forschung an Zukunftsthemen möglich.



Innovationszentrum Leoben
 

„In Leoben wird Werkstoffinnovation von Wirtschaft und Wissenschaft gelebt. Hier befindet sich neben Graz einer der wichtigsten Innovationspunkte der Steiermark. Mit dem Rohstoffimpulszentrum stärken wir diesen Schwerpunkt der Steiermark nachhaltig und tragen Sorge, dass wissenschaftliches Know-how bei den Unternehmen in marktfähige Produkte umgesetzt werden kann", betont Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann.


 Weitere Informationen zur Eröffnung des Impulszentrums Rohstoffe

 

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