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Wirtschaftsmotor: SFG steuert akutem Fachkräftemangel entgegen

v.l.: Prof. Barbara Obermayer-Pietsch (Leiterin des K-Projektes BioPersMed), Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann, Univ.-Prof. Dr. Josef Smolle (Rektor MedUni Graz), Dr. Karine Sargsyan (Leiterin Biobank Graz), Dr. Burghard Kaltenbeck (Geschäftsführer Steirische Wirtschaftsförderung SFG).© Frankl
SchülerInnen des BG/BRG Carneri zu Besuch im COMET K-Projekt BioPersMed.© Frankl

Graz, 14. November 2011 - Mit der Initiative Take Tech macht das Wirtschaftsressort bereits zum dritten Mal gegen den bundesweiten Fachkräftemangel mobil. Heuer setzt die Steirische Wirtschaftsförderung SFG dabei auch verstärkt bei AHS-Schultypen und Kompetenzzentren an, denn Berufsfindung ist längst keine Lehrlingsdisziplin mehr.


Aus diesem Grund werden heuer vermehrt AHS sowie Institutionen aus dem Forschungsbereich integriert, um den Fachkräften von morgen ein möglichst breites und spannendes Spektrum an Zukunftsberufen zu eröffnen. Sowohl unternehmens- als auch schulseitig kann Take Tech dabei heuer ein stattliches Plus bei den Teilnehmerzahlen vermerken: So öffnen mehr als 90 Unternehmen von 14. bis 18. November ihre Tore für 2.300 interessierte SchülerInnen aus 70 Schulen.



Steiermark als Innovations-Vorreiter

Die Steiermark gilt als Technologie-Standort von europäischem Rang, dessen Leistungen weltweit gefragt sind. Damit die heimischen Betriebe diesen Status aufrecht erhalten können, brauchen sie Menschen mit Begeisterung für Technik, Forschung und Naturwissenschaft. Um den Nachwuchs in diesen Zukunftsfeldern sicher zu stellen, braucht die steirische Wirtschaft junge, engagierte und interessierte Fachkräfte. Vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Bildungsdiskussion setzt die  Steirische Wirtschaftsförderung SFG mit Take Tech 2011 dort an, wo das größte Potential für zukünftige Fach- und Spezialkräfte besteht - in den steirischen Schulen.



2.300 SchülerInnen erleben Technik und Naturwissenschaften
hautnah

Heuer ist es der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG gelungen, ingesamt 140 Betriebsbesuche in Abstimmung mit den LehrerInnen sowie den regionalen UnternehmerInnen zu koordinieren. 2.300 SchülerInnen aus 70 Schulen haben sich an dem Projekt beteiligt. Damit haben um 15 Prozent mehr SchülerInnen die Gelegenheit, TechnikerInnen und NaturwissenschaftlerInnen in steirischen Betrieben über die Schulter zu schauen und dabei neue Berufsfelder für sich zu entdecken. Unterstützt wurde diese österreichweit einzigartige Initiative vom Steirischen Landesschulrat sowie der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, die für die Betreuung der Schulen verantwortlich zeichnet.

 


Über 90 Paradeunternehmen und Kompetenzzentren stellen sich vor

Mehr als 90 steirische Leitbetriebe und damit um 10 mehr als im vergangenen Jahr, darunter AVL, austriamicrosystems oder Sappi, gewähren im Rahmen von Take Tech 2011 interessierten SchülerInnen einen detaillierten Einblick in die vielschichtigen Arbeitsprozesse. Neben regionalen Unternehmen und Impulszentren präsentieren sich heuer verstärkt richtungsweisende Kompetenzzentren als attraktive Arbeitgeber, um bei den potentiellen Fachkräften von morgen Interesse an der Technik und der Naturwissenschaft zu wecken. „Die Steiermark ist mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,4 % österreichischer Spitzenreiter in den Bereichen Technologie- und Innovation. Damit dieser bundesweite Vorsprung weiter ausgebaut werden kann, braucht es gleichermaßen interessierte wie engagierte Fach- und Schlüsselkräfte. Es braucht helle Köpfe und fleißige Hände! Der Grundstein dazu wird bei der Berufswahl gelegt. Deshalb freuen wir uns auf das ständig wachsende Interesse an Take Tech", so Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann.



BioPersMed setzt auf Potenzial heimischer Schulen

Mit dem richtungsweisenden Projekt „BioPersMed" beschreitet ein engagiertes Forschungsteam an der Med-Uni Graz neue Wege auf dem Arzneimittel-Sektor. Ziel des für einen Zeitraum von fünf Jahren angesetzten Projekts, für das ein Budget von knapp sieben Millionen Euro zur Verfügung steht, ist die Erforschung von so genannten Biomarkern - das sind biologisch messbare Einheiten wie Enzyme und Hormone. Die Identifizierung und Prüfung solcher Biomarker dienen der personalisierten und damit effektiveren Behandlung von „Volkskrankheiten" wie Herzinfarkt oder Fettleber. „Nur mit dem richtigen Engagement und einer Passion kann man etwas bewegen. Weil es in unserer Branche um etwas geht, das an Wert nicht zu überbieten ist - das menschliche Leben - möchten wir mit Take Tech 2011 bereits auf der schulischen Ebene ansetzen, um die SchülerInnen diesbezüglich zu  sensibilisieren sowie für die Forschung und Entwicklung begeistern", verrät Dr. Karine Sargsyan vom BioPersMed-Team.



Daten & Fakten

  • 2.300 SchülerInnen aus 70 Schulen besuchen in der Aktionswoche „Take Tech" 2011 Leitbetriebe in der ganzen Steiermark, 15 Prozent mehr Schüler als im Vorjahr.
  • Mehr als 90 steirische Leitbetriebe, darunter Impuls- und Kompetenzzentren, öffnen bei Take Tech 2011 die Tore ihrer Firma für junge Menschen, das sind über 10 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • 60 % der forschungsintensiven Betriebe berichten von Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden.
  • Mehr als 1.000 Nachwuchskräfte in Technik und Naturwissenschaft fehlen heute in der Steiermark
  • Die gefragtesten Berufe im Jahr 2015 werden Techniker, Maschinenbauer oder Metallberufe sein.
  • 48 technische Lehrberufe werden derzeit von den steirischen Unternehmen angeboten.
  • Technik-Graduierte haben beste Chancen am Arbeitsmarkt, gut 98 % der Absolventen technischer Studienrichtungen stehen im Arbeitsleben.
 

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