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Werkschau von Industrial Designer Kurt Hilgarth im designforum Steiermark

v.l.: Christian Buchmann (Landesrat für Wirtschaft, Europa und Kultur), Kurt Hilgarth (Designer), Eberhard Schrempf (Creative Industries Styria).© Creative Industries Styria

Graz, 6. März 2012 - Die Ausstellung „Create. Develop. Design" zeigt ab 6. März 2012 im designforum Steiermark Arbeiten des steirischen Designers Kurt Hilgarth. Der Schwerpunkt liegt bei Funktionsschuhen und Sport- und Freizeittechnik. Die Ausstellung ist bis 29. April 2012 zu sehen.


Der Industrial- und Produktdesigner Kurt Hilgarth bewegt sich im Spannungsfeld aus gestalterischer Arbeit und den ständig steigenden Ansprüchen an die Funktionalität von Freizeit- und Sportbekleidung. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch seine Produkte, die hauptsächlich in den Bereichen Freizeit und Sport Verwendung finden: Skischuhe, Tourenschuhe, Snowboardschuhe und Inlineskates. Neben Produkten des international erfolgreichen Gestalters steht auch der prozessuale Aspekt von Design im Fokus der Ausstellung. „Kurt Hilgarth ist einer der Pioniere des Kreativstandorts Steiermark. Seine Arbeit zeigt, wie wichtig die Creative Industries im Gesamtkontext der steirischen Wirtschaft sind", so Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann anlässlich der Eröffnung.

 

Design als Prozess

Die Gestaltung von hochfunktionalen Produkten wie Skischuhen und Inlineskates verlangt einen sehr differenzierten Zugang zu Design, der sich stark am prozessualen Charakter von Design orientiert. Gestaltung ist kein punktueller Vorgang, der fertige Produkte hervorbringt, es ist vielmehr ein ständiger Veränderungsprozess, aus dem sich Dinge entwickeln und verändern. Am Beispiel von Schuhen für Sport und Freizeit lässt sich das besonders gut nachvollziehen: „Die größte Herausforderung ist, Rennskischuhe zu entwickeln. Die Ansprüche an Schuhkonstruktion und Material sind enorm." Dazu kommen ästhetische Vorgaben, denen der Designer entsprechen muss: „Meine Arbeit an den Kollektionen für den japanischen Markt war beispielsweise eine wichtige Erfahrung in meiner kreativen Laufbahn. Ich habe mich mit neuen Trends, Farben und Formen auseinandergesetzt - abseits von Europa." Design versteht Hilgarth folglich als gelungene Kombination funktionaler Problemlösungen mit ästhetischen Ansprüchen - weitab von bloßer Oberflächengestaltung. „Die Arbeit von Kurt Hilgarth zeigt sehr gut, was die eigentliche Aufgabe von Design ist, nämlich Lösungen bereitzustellen, die nicht der Behübschung dienen, sondern Produkte und Services noch besser machen", so Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, die das designforum Steiermark im Kunsthaus Graz betreibt.

 

Internationaler Erfolg

Kurt Hilgarth (64) hat in Graz Architektur studiert und war Geschäftsführer der Designabteilung von Dynafit Schischuh GmbH, bis er 1996 sein eigenes Unternehmen Hilgarth Design gründete. Der Produktdesigner unterrichtet seit 2001 am Studiengang Industrial Design an der FH Joanneum und hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, wie etwa den Josef Binder Award, den Steirischen Innovationspreis und eine Nominierung des E-Cube zum Adolf Loos Staatspreis Design 2007. Ende Jänner 2012 erhielt er für den „freemotion"-Schischuh den ISPO BRANDNEW Award 2012. Die innovative Kombination aus Softboot und hartem Exo- Frame überzeugte die Jury.

 

Über das designforum Steiermark

Das designforum Steiermark ist eine Präsentationsplattform für Design, die in enger Kooperation mit dem designforum Wien und dem designforum Vorarlberg Designleistungen österreichweit und international vernetzt ist. Es versteht sich als urbanes Dialog-, Kompetenz- und Vermittlungszentrum, das alle Facetten des Themas Design in unterschiedlicher Form kommuniziert. Eine zentrale Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit für den Wert von Design zu sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Der ästhetische Aspekt allein spielt dabei nicht die entscheidende Rolle, vielmehr geht es um die ökonomische und gesellschaftliche Relevanz von Design. Diese umfassende Dimension von Design wird auf leicht zugängliche Weise aufbereitet und präsentiert. Auf dem Programm des designforums stehen neben Ausstellungen auch Podiumsdiskussionen, Symposien, Vorträge sowie Events und Publikationen.

 

 

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