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Wie wir künftig heizen - Erfolgreiche Forschungskooperation stärkt Innovationskraft der steirischen Wirtschaft.

v.l.: O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Ulrich Bauer (Vizerektor TU Graz), Dr. Christian Buchmann (Wirtschaftslandesrat), DI Dr. Walter Haslinger (GF Bioenergy 2020+), DI Stephan Jantscher (GF KWB).© Wachmann

Graz, 16. Juli 2015 - Eine langjährige erfolgreiche Kooperation geht in die nächste Runde: Gleich zwei Großprojekte des Kesselherstellers KWB aus St. Margarethen und des Kompetenzzentrums BIOENERGY 2020+ starten heuer mit einem Gesamtfördervolumen von rund einer Million Euro. Ziel ist es, die Technologie bei Scheitholzkesseln weiter zu verbessern und damit auf nationalen und internationalen Märkten erfolgreich zu sein. KWB setzt auf das Wissen und die Erfahrung des K1-Kompetenzzentrums BIOENERGY 2020+, um einerseits mehr Komfort und geringere Kosten für die Kunden zu erzielen und andererseits die Feinstaubemissionen weiter zu reduzieren.


Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Scheitholz im Heizkessel nachzulegen, damit die optimale Raum- und Wassertemperatur dauerhaft erhalten bleibt? Wenn die Informationen über den Brennvorgang im Kessel, den Warmwasserspeicher, allfällige weitere Energiequellen wie Solarzellen und die Wetterprognosen verknüpft werden, wird dem Kesselbesitzer die ideale „Heizanleitung" geliefert - im Idealfall über ein Bediengerät mit Alarmfunktion im Wohnzimmer. KWB forscht gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum BIOENERGY 2020+ im Rahmen des Projektes „Smart logwood boiler" gerade an der entsprechenden Technologie. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Effizienz der Scheitholzkessel kann durch die Ergebnisse des Projektes optimal genutzt werden. Dies bedeutet nicht nur, eine stets optimale Raum- und Wassertemperatur, sondern reduziert auch die Heizkosten immens.

Auch das Projekt „MoREIntegrALBiomass" hat das Ziel, durch effizientere und flexiblere Regelung dem Endkunden Einsparungen bei den Brennstoffkosten zu gewährleisten. Aber nicht nur das: Im Rahmen dieses Projektes werden Grundlagenuntersuchungen zur Integration von Elektrofiltern durchgeführt, sodass man in Zukunft in den betrachteten Kesseln nicht nur Hackschnitzel aus Holz, sondern auch Pellets aus Stroh oder anderen landwirtschaftlichen Nebenprodukten schadstoffarm und bei hohen Wirkungsgraden heizen kann. Insbesondere der oft in der Öffentlichkeit diskutierte Feinstaub soll damit signifikant reduziert werden, um den immer strengeren Emissionsgrenzwerten auch bei der Verbrennung dieser alternativen Brennstoffe gerecht zu werden.

Im Laufe der langjährigen Kooperation des Forschungszentrums BIOENERGY 2020+ mit KWB gab es schon zahlreiche, erfolgreiche Projekte. KWB konnte im Laufe der Zeit seinen Marktanteil steigern und möchte dies mit der Entwicklung von technologischen Spitzenprodukten weiterhin tun. BIOENERGY 2020+ konnte seit Gründung im Jahr 2003 seine Position als Forschungseinrichtung im Bioenergie-Bereich sowohl national als auch international stetig festigen und ausbauen. Durch die weitere Projektkooperation mit KWB erwartet sich das steirische Kompetenzzentrum eine Stärkung seiner Rolle als F&E-Partner und eine Zunahme der F&E-Projekte mit anderen Biomasse-Feuerungsherstellern.

 

Dr. Christian Buchmann (Landesrat für Wirtschaft, Tourismus, Europa und Kultur): „Die Forschungskooperationen zwischen KWB und BIOENERGY 2020+ sind herausragende Beispiele für den Erfolg der COMET-Kompetenzzentren in der Steiermark. Die Kompetenzzentren sind wesentliche Motoren für die Innovationskraft der steirischen Wirtschaft. Die enge Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft führt zu innovativen Produkten und Dienstleistungen, mit denen unsere Unternehmen auf nationalen und internationalen Märkten erfolgreich sind. So können bestehende Arbeitsplätze in der Steiermark gesichert und neue geschaffen werden!"

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Ulrich Bauer, Vizerektor für Personal und Beteiligungen der TU Graz (Miteigentümerin von BIOENERGY 2020+): „Das Kompetenzzentrum BIOENERGY 2020+ ist deutlicher Ausdruck für die erfolgreiche Arbeit an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft, die hier am Campus der TU Graz gemeinsam und disziplinenübergreifend passiert. Wissenschaft und Wirtschaft ziehen bei BIOENERGY 2020+ an einem Strang, um mit gebündelten Kräften bestmögliche Leistungen mit hohem Anwendungspotenzial zu erzielen. Man kann allen Beteiligten gratulieren, derart hochkarätige Projekte an Land zu ziehen. Wir freuen uns auch über die Rückendeckung von Seiten der Politik, die das Innovationsland Steiermark für ihren Erfolg braucht, damit die Wissenschaft die notwendigen Bedingungen vorfindet, um Innovationen hervorbringen zu können."

DI Dr. Walter Haslinger (CEO BIOENERGY 2020+): „Nach mehr als 12 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit im Rahmen von Branchenforschungsprojekten und der punktuellen Unterstützung in der Produktvorentwicklung und der Produktoptimierung läuten die beiden Projekte „Smart logwood boiler" und „MoREIntegrALBiomass" eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen BIOENERGY 2020+ und KWB ein: Die direkte Kooperation im Rahmen der Entwicklung und Implementierung von neuen Technologien!"

DI Stephan Jantscher (CEO KWB): „Wir bei KWB setzen auf langjährige Partnerschaften. Vor allem in der Forschung ist es ganz entscheidend, über oft lange Entwicklungszeiten hinweg kompetente und zuverlässige Ansprechpartner wie die BIOENERGY 2020+ zu haben."

 

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