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Winterbauoffensive kurbelt auch 2017 die heimische Bauwirtschaft an!

Graz, 15. September 2016 - Auf Initiative von Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann unterstützt das Land Steiermark auch im Winter 2016/17 die heimische Bauwirtschaft mit der Winterbauoffensive. Dies wurde heute von der Landesregierung beschlossen. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Michael Schickhofer stellt eine Million Euro für die Unterstützung von Bauprojekten und weitere 250.000 Euro für die Qualifizierungsoffensive Bau zur Verfügung. „Die Winterbauoffensive ist eine echte Erfolgsgeschichte und ein wichtiger Impuls für die Branche, damit Bauarbeiter im Winter in Beschäftigung gehalten werden können", so Buchmann und Schickhofer.

Die Winterbauoffensive sorgt seit 1996 für positive Beschäftigungseffekte, jedes Jahr können dadurch rund 500 Bauarbeiter in den auftragsschwachen Wintermonaten beschäftigt werden. „Wir brauchen gerade in der aktuellen Situation Maßnahmen für Wachstum und Beschäftigung. Die Winterbauoffensive ist seit Jahren ein Job-Motor für die Bauwirtschaft und sorgt insgesamt für positive Beschäftigungseffekte in der Steiermark", betont Landesrat Buchmann. Seit Bestehen der Winterbauoffensive im Jahr 1996 hat das Land Steiermark mit 41,5 Millionen Euro insgesamt 742 Bauprojekte unterstützt. Dadurch wurden Investitionen von 450 Millionen Euro ausgelöst und 12.264 Personen am Bau in Beschäftigung gehalten. Neben der Arbeitsplatzwirksamkeit des jeweiligen Projektes während der Bauphase sind die Schaffung neuer Dauerarbeitsplätze und Lehrausbildungsplätze beim Förderungsnehmer und der Innovationsgrad wesentliche Kriterien für die Förderwürdigkeit eines Projektes. Durch diesen Fokus konnten bisher 1060 zusätzliche Dauerarbeitsplätze und 266 Lehrausbildungsplätze in der Steiermark geschaffen werden.

„Die Winterbauoffensive ist ein Schub für Investitionen und insbesondere für Arbeitsplätze in der steirischen Bauwirtschaft. Zwar geht in der Steiermark die Arbeitslosigkeit zurück. Trotzdem wollen wir gerade jetzt mit aller Kraft in den Wintermonaten die Bauwirtschaft unterstützen, um möglichst viele Steirerinnen und Steirer in der Bauwirtschaft in Beschäftigung zu halten. Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam wieder die Winterbauoffensive umsetzen können", so LH-Stv. Michael Schickhofer.

 

Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen

Zusätzlich zur Förderung von Bauprojekten gibt es seit 2003 die Qualifizierungsoffensive Bau. Dabei wird ein umfassendes Kursprogramm zur Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Baugewerbe angeboten. Die Qualifizierungsmaßnahmen werden mit 250.000 Euro gefördert, die Abwicklung erfolgt über die Steirische Wirtschaftsförderung SFG. Bisher wurden 2163 Unternehmen unterstützt, 6691 Teilnehmer wurden höherqualifiziert - 312 davon waren übrigens Frauen.

Positiv wird die Offensive auch von den Sozialpartnern beurteilt: „Die Baukonjunktur ist in der Steiermark zufriedenstellend, die Beschäftigung steigt und die Arbeitslosigkeit am Bau sinkt. Diese positive Entwicklung soll auch im Winter fortgesetzt werden. Durch die Winterbauoffensive werden zusätzlich Arbeitsplätze sowie Lehrausbildungsplätze in Klein- und Mittelbetrieben geschaffen! Außerdem können durch diese Maßnahmen insgesamt etwa 500 Bauarbeiter beschäftigt werden. Bauarbeiter, die jeden Winter mehrere Monate arbeitslos sind, verlieren dadurch monatelang deutlich mehr als die Hälfte Ihres Einkommens, erwerben keine Beitragszeiten für die Pension und verlieren so nochmals Geld. Daher werden Beschäftigungszeiten für unsere Bauarbeiter immer wichtiger! Die Initiative erweist sich damit als Jobmotor, der Arbeitsplätze und Einkommen schafft, aber auch sichert. Damit das Geld und die Wertschöpfung auch in der Steiermark bleiben, werden nur regionale Projekte, welche von steirischen Firmen umgesetzt werden, unterstützt", so NRAbg. Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und Vorsitzender des Konjunkturforums Bau.

„Eine kürzlich veröffentlichte Studie der TU Graz, beauftragt vom steirischen Baugewerbe, erfasst erstmals das volle Ausmaß von Lohn- und Sozialdumping durch sogenannte Entsendebetriebe aus dem Ausland auf die heimische Baubranche. Durchschnittliche Preisunterschiede von 20 bis 30 Prozent sind - zumindest legal - nicht erklärbar und gefährden die wirtschaftliche Stabilität unserer Betriebe. Die Bereitstellung von Fördermitteln in der Höhe von einer Million Euro für die steirische Winterbauoffensive ist daher ein überaus positives Zeichen und ein entscheidender Impuls für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe zur Überbrückung der konjunkturschwachen Zeit in den Wintermonaten. Im Rahmen der Winterbauoffensive werden ausschließlich steirische Firmen beauftragt und damit steirische Facharbeiter beschäftigt. Eine Vorreiterrolle für das Bestbieterprinzip im Bundesvergabegesetz! Darüber hinaus wirkt die Initiative auch den Arbeitslosenzahlen entgegen - es werden damit rund 500 Arbeitsplätze gesichert! Ebenso wichtig ist die Qualifizierungsoffensive, eine Maßnahme mit der die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter in den Wintermonaten gefördert wird. Denn die Qualität und das Know-how unserer heimischen Betriebe sind deren größter Vorteil am EU-weiten Markt", so Bau-Landesinnungsmeister DI Alexander Pongratz.


Infos:
Mit der Winterbauoffensive werden Baumaßnahmen für gewerbliche und touristische Projekte gefördert sowie Gemeinden, die bauliche Maßnahmen an Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen durchführen.
Die maximale Förderungshöhe beträgt 50.000 Euro pro Projekt, der Fördersatz 20 Prozent der Nettoherstellungskosten. Die Bauvorhaben müssen zwischen 7. November 2016 und 31. Mai 2017 durchgeführt und abgeschlossen werden. Der Baubeginn darf frühestens am 7. November 2015 und muss spätestens am 6. Februar 2017 erfolgen.

Der Reihungsvorschlag der eingereichten Projekte erfolgt durch das sozialpartnerschaftlich besetzte Konjunkturforum Bau, das bei der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten angesiedelt ist, der Beschluss erfolgt durch die Landesregierung. Projekte können zwischen 19. September und 28. Oktober 2016 bei der Firma „planconsort ztgmbh" in Leibnitz (www.planconsort.at) eingereicht werden.