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Mikroelektronik-Cluster „Silicon Alps“ startet durch

v.l.: Peter Kaiser (LH Kärnten), Gaby Schaunig (LH-Stv. Kärnten), Günther Lackner (GF Silicon Alps Cluster), Christian Buchmann (Wirtschaftslandesrat Steiermark) und Günther Albel (Bgm. Villach). © SFG/Harry Schiffer
v.l.: Peter Kaiser (LH Kärnten), Gaby Schaunig (LH-Stv. Kärnten), Günther Lackner (GF Silicon Alps Cluster), Christian Buchmann (Wirtschaftslandesrat Steiermark) und Günther Albel (Bgm. Villach).v.l.: Peter Kaiser (LH Kärnten), Gaby Schaunig (LH-Stv. Kärnten), Günther Lackner (GF Silicon Alps Cluster), Christian Buchmann (Wirtschaftslandesrat Steiermark) und Günther Albel (Bgm. Villach).
© SFG/Harry Schiffer
 

Graz/Villach, 22. Februar 2017 - Der im Vorjahr von der Steiermark und Kärnten gemeinsam gegründete Mikroelektronik-Cluster „Silicon Alps" startet durch: Bereits 64 Unternehmen aus der Branche sind Mitglied im Cluster. Ein großer Erfolg ist der Einstieg des US-amerikanischen Halbleiterherstellers Intel als Gesellschafter mit 1. März 2017. Mit Infineon und NXP-Eigentümer Qualcomm übernehmen damit drei der sieben weltweit wichtigsten Chip-Hersteller Verantwortung für die Weiterentwicklung von Silicon Alps. Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann eröffnete gestern gemeinsam mit dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Gaby Schaunig und dem „Hausherren" Bürgermeister Günther Albel das Silicon Alps Head Office in Villach.


Die fortschreitende Digitalisierung führt zu gravierenden Änderungen in der globalen Wirtschaft. Sie verändert wirtschaftliche Denkweisen, Produktions- und Kommunikationsprozesse. Sie schafft neue Technologien, Märkte und sogar Wirtschaftszweige. Diese geänderten Rahmenbedingungen stellen vor allem kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen. „Die Digitalisierung bietet jedoch gerade für Klein- und Mittelbetriebe ein enormes Potenzial für wirtschaftliches Wachstum", so Buchmann. „Wir wollen kleine und mittelständische Betriebe aller Branchen motivieren, diese Chancen zu erkennen und mutig zu handeln."

Ziel des Clusters ist es, die internationale Sichtbarkeit beider Bundesländer im Bereich Mikroelektronik zu erhöhen. Kooperationen sollen für mehr Wertschöpfung und Beschäftigung sorgen. „Die Mikroelektronik ist eine der Schlüsseltechnologien für die künftige Entwicklung der globalen Wirtschaft und ein Motor für Innovation. Allein in der Steiermark sichern die Unternehmen der Branche 8.000 Arbeitsplätze. Wir haben weltweit führende High-Tech-Unternehmen, innovative KMU und herausragende Forschungseinrichtungen am Standort. Die Dynamik des Clusters in den ersten Monaten beweist, dass in der Steiermark und in Kärnten weiteres Wachstumspotenzial in der Mikroelektronik besteht. Dieses Potenzial wollen wir gemeinsam nutzen", so Landesrat Buchmann.

„Alle brandaktuellen Entwicklungen - Digitalisierung, Industrie 4.0, Automatisierung, Internet der Dinge - haben einen gemeinsamen Nenner, und das ist die Mikroelektronik. Mit dem Silicon Austria Cluster multiplizieren wir unsere Potenziale, befeuern Innovation und schaffen in weiterer Folge zukunftssichere Jobs", sagt der Kärntner Landeshauptmann Kaiser. „Mit dem Head Office erhält der Cluster eine Schaltzentrale und auch ein Zuhause."

Technologiereferentin Schaunig streicht heraus, dass „wir durch die Bündelung der Kompetenzen in diesem Bereich den Süden Österreichs in eine herausragende Position gebracht haben und der Silicon Alps Cluster dank der Netzwerkpartner aus der Wirtschaft auf einem international wettbewerbsfähigen Niveau agiert. In Verbindung mit der innovativen Zulieferlandschaft wie etwa aus dem Bereich der Reinraumtechnologie und den universitären und außeruniversitären Forschungsinstituten entwickeln wir ein Stärkefeld, das global wahrgenommen wird."

„Als Hightech-Standort freuen wir uns, dass 50 Prozent aller Kärntner Patente in Villach zu Hause sind", erklärt der Villacher Bürgermeister Günther Albel. „Die Mitglieder des Clusters beschäftigen mehrere tausend höchstqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die kontinuierliche Aufwertung der Infrastruktur und der Forschungseinrichtungen am Standort Technologiepark Villach fungiert als kräftiges Herz der Initiative Silicon Austria."

„Um die 80 Prozent der österreichweiten Wertschöpfung im Bereich Mikro- und Nanoelektronik wird in der Steiermark und Kärnten erwirtschaftet. In beiden Bundesländern sind außerdem mehr als die Hälfte der technisch-wissenschaftlichen Forscher des Landes tätig. Die Etablierung eines Clusters zur Bündelung der vorhandenen Stärken in diesem Bereich ist daher besonders wichtig", fasst Cluster-Geschäftsführer Günther Lackner die Initiative zusammen.

Vier Millionen Euro für Kooperationsprojekte

Einen zusätzlichen Impuls für die Entwicklung in der Mikroelektronik-Branche setzen die Steiermark und Kärnten mit einem bundesländerübergreifenden Projekt-Call im April 2017: Im Rahmen des Calls werden Kooperationsprojekte von Wissenschaft und Wirtschaft zu Schlüsselaufgaben der Mikroelektronik mit insgesamt vier Millionen Euro unterstützt: Die Wirtschafts- und Wissenschaftsressorts beider Bundesländer stellen jeweils eine Million zur Verfügung.

Gemeinsame Bewerbung für Forschungszentrum des Bundes

Die Bewerbung für das neue „Silicon Austria Lab" ist ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten. Das mit 50 Millionen Euro dotierte Forschungszentrum soll noch 2017 im Rahmen der Bundesinitiative „Silicon Austria" als Kompetenzzentrum der Mikroelektronik gestartet werden. „Die Steiermark und Kärnten haben das geballte Know-how und damit die besten Voraussetzungen als Standort für das Silicon Austria Lab. Deshalb haben wir gemeinsam unser Interesse beim Bund bekundet", so Buchmann, Kaiser und Schaunig.

Facts:
Die Silicon Alps Cluster GmbH mit Sitz in Villach wurde im August 2016 gegründet und ist Österreichs erste bundesländerübergreifende Allianz in der Schlüsselbranche Mikroelektronik. Gesellschafter sind die Steirische Wirtschaftsförderung SFG, der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds KWF, die Industriellenvereinigungen der Steiermark und Kärntens sowie AT&S, AVL, NXP, EPCOS, Infineon, Ortner Cleanroom, CISC und Intel (ab März 2017). Der Cluster hat derzeit 64 Mitglieder.

 
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