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Steiermark ist Forschungsland Nummer 1 in Europa

Großartiger Erfolg für den Forschungsstandort Steiermark

TU-Rektor Harald Kainz, Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer, WK-Spartenobfrau Angelika Kresch und WK-Präsident Josef Herk (v.l.) © steiermark.at/Streibl
TU-Rektor Harald Kainz, Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer, WK-Spartenobfrau Angelika Kresch und WK-Präsident Josef Herk (v.l.)
© steiermark.at/Streibl

Graz, 17. August 2017 - Investitionen in Forschung und Entwicklung sind für die Steiermark eine wesentliche Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze. Die Landesregierung hat Forschung und Entwicklung daher als wesentlichen Schwerpunkt im Regierungsübereinkommen der Zukunftspartnerschaft verankert. Heimische Unternehmen, Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen verstärken seit Jahren ihre Bemühungen in diesem Bereich. Mit Erfolg: nach der neuesten Erhebung der Statistik Austria für 2015 hat die Steiermark ihre Forschungs- und Entwicklungsquote auf 5,16 Prozent des Bruttoregionalproduktes gesteigert und damit ihre Position als Forschungsland Nummer 1 in Österreich weiter ausgebaut.  Auch im Vergleich der 276 EU-Regionen liegt die Steiermark damit an der Spitze. Hinter der Steiermark folgen die britische Region „East Anglia" mit 4,98 Prozent und Baden-Württemberg mit 4,94 Prozent.


Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer verweist in diesem Zusammenhang auf die konsequente Arbeit der Landesregierung in der Umsetzung des Regierungsübereinkommens: „Das gesetzte Ziel von 5 Prozent im Jahr 2020 ist bereits erreicht. Das ist ein großer Erfolg, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns, denn mehr Innovation bedeutet mehr Wohlstand für die Steiermark. Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen uns darin, auch weiterhin alles daran zu setzen, unsere Steiermark als DIE Innovationsregion Europas und starken Wirtschaftsstandort zu positionieren." Schützenhöfer hebt die große Bedeutung des Themas hervor und betont: „Wer in Forschung und Entwicklung investiert, hat den Fuß in der Tür der Zukunft der Arbeitsplätze. Forschung sichert und schafft Arbeit."

„Wir kämpfen darum, Forschung und Entwicklung in der Steiermark noch weiter zu stärken. Mit dem modernsten Tunnelforschungszentrum der Welt am Erzberg, dem fortschrittlichsten Stahlwerk in Kapfenberg, der Testumgebung für selbstfahrende Autos im steirischen Automobilcluster, oder den innovativsten Windrädern in den Windparks der Energie Steiermark. Zusätzlich haben wir heuer mit Silicon Austria ein Forschungszentrum für Mikroelektronik auf Weltniveau in die Steiermark gebracht. Hier profitieren wir besonders von unserer starken Achse zum Steiermarkminister Jörg Leichtfried in Wien, der Forschung und Entwicklung in der Steiermark in den kommenden Jahren mit rund 850 Millionen Euro unterstützen wird. Die harte Arbeit von zwei Jahren macht sich jetzt bezahlt, unsere Investitionen zeigen Wirkung. Gemeinsam mit den vielen Partnerinnen und Partnern in der Wirtschaft und der geballten Kraft unserer Universitäten ist es gelungen, dass die Arbeitslosigkeit in allen steirischen Regionen seit Monaten massiv sinkt und, dass die Forschungs- und Entwicklungsquote auf sensationelle 5,16 Prozent steigt. Die Steiermark steht hier an der Spitze Europas. Wir haben den bisherigen Spitzenreiter Baden-Württemberg überholt. Es war unser großes Ziel, vom Vize-Europameister zum Europameister aufzusteigen. Das ist gelungen und gemeinsam werden wir weiter alles geben, um Arbeitsplätze zu schaffen, von denen die Menschen gut leben können und die Steiermark als erfolgreichsten Forschungs- und Entwicklungsstandort Europas weiter auszubauen", freut sich Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer.

Erfolgsrezept Kooperation

Einen wesentlichen Grund für die Spitzenposition der Steiermark sieht Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl in der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft: „Die Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist in der Steiermark herausragend und eines unserer großen Erfolgsgeheimnisse." Die Landesrätin verweist in diesem Zusammenhang auf die steirische Forschungsgesellschaft Joanneum Research, die mit 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Österreichs ist und auf die COMET-Kompetenzzentren. Die Steiermark ist an 25 von 44 österreichischen Zentren beteiligt, 19 haben ihren Hauptsitz in der Steiermark. „Die Kompetenzzentren tragen wesentlich zur Spitzenposition der Steiermark bei Forschung und Entwicklung bei und liefern mit ihren Projekten wichtige Ergebnisse für die Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen in heimischen Betrieben", so Eibinger-Miedl. Die Kompetenzzentren sind auch wichtige Arbeitgeber im Forschungsbereich. Von den rund 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei den Zentren in der Steiermark beschäftigt sind, sind 867 Forscherinnen und Forscher.

Auch beim letzten Call für K2-Zentren, das sind die größten Kompetenzzentren, hat die Steiermark ihre Top-Position in Österreich eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Es wurden drei Zentren genehmigt. Zwei davon, das IC-MPPE  in Leoben und das K2 Digital Mobility in Graz haben ihren Sitz in der Steiermark.

Ein weiteres Aushängeschild ist die „innoregio styria", ein von der Industrie initiiertes Innovationsnetzwerk von Unternehmen, universitären und außeruniversitären Forschungsinstitutionen sowie weiteren regionalen Akteuren. Unter der Federführung von innoregio präsentiert die Steiermark ihr Know-How im Bereich Forschung und Entwicklung bei den Technologiegesprächen des Forum Alpbach. Heuer lädt das Innovationsnetzwerk vom 24. bis 26. August 2017 unter dem Titel „Innovative Electronics" nach Tirol ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die steirischen Kompetenzen im Bereich Mikroelektronik.

2,23 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung

Insgesamt wurden im Jahr 2015 in der Steiermark 2,23 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Der Großteil davon von den Unternehmen, die 1,69 Milliarden Euro aufwendeten. Die Investitionen des öffentlichen Sektors betrugen 543,2 Millionen Euro. Damit werden 75,7 Prozent der F&E-Investitionen in der Steiermark von den Unternehmen getätigt.

„Anhand der neuen Rekord-F&E-Quote wird deutlich, dass die intensiven Bemühungen auf Landesebene, die F&E-Spitze zu verbreitern, von Erfolg gekrönt sind. Neben unseren Leitbetrieben tragen auch innovative Klein- und Mittelbetriebe immer mehr zur Verfestigung der Steiermark als F&E-Hochburg in Österreich sowie eigentlich in ganz Europa bei. Hinzufügen möchte ich, dass diese erfreuliche Entwicklung auch unseren Aktivitäten im Aus- und Weiterbildungsbereich geschuldet ist. In diesem Zusammenhang darf ich mit Stolz unser WIFI, die FH Campus 02 sowie das Talentcenter hervorheben. Denn für die Umsetzung der Forschungsleistungen braucht es auch die entsprechende fachliche Kompetenz auf wirtschaftlicher Ebene. Um die steirische Wertschöpfung aus den F&E-Aktivitäten langfristig abzusichern, müssen wir die steirische Bildungsinfrastruktur auf ein Exzellenzlevel heben bzw. halten, darum sind auch wir als WKO Steiermark gerade dabei unsere Infrastruktur großflächig zu erneuern", betont Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk.

 „Forschung und Industrie ist eine Symbiose, die steirische Unternehmen weltmarktfit macht und ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Innerhalb der Industrie wird in allen Branchen an innovativen Produkten und Dienstleistungen gearbeitet. Besonders intensiv in den Bereichen der Fahrzeugindustrie aber auch in der Elektronik- und Elektrotechnik, im Maschinenbau oder etwa der Kunststofftechnik. Mit den jährlich 1,69 Milliarden Euro - also mehr als drei Viertel aller Forschungs- und Entwicklungsausgaben, ist die Industrie der wesentlichste Treiber des Forschungslands Steiermark. Und als solcher braucht die Industrie auch ein innovationsfreundliches Klima. Dazu zählen unter anderem die Umsetzung der jüngsten Forderungen nach einem modernen arbeitszeitrechtlichen Rahmen sowie dringend nötige Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte von morgen", so Angelika Kresch, IV-Steiermark Vorstandsmitglied und Vorsitzende der Plattform „Die Industrie".

Die Steiermark als Hotspot der Mikroelektronik

Um auch in Zukunft bestehende Arbeitsplätze sichern und neue schaffen zu können, setzt die Landesregierung gemeinsam mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen konsequent auf Zukunftsbranchen. So etwa auf die Mikroelektronik, ein Schlüsselsektor für die Digitalisierung der Wirtschaft, in dem die Steiermark Vorzeigeunternehmen wie ams, AT&S, EPCOS, Infineon oder NXP hat. Der im Vorjahr gemeinsam mit Kärnten gegründete Mikroelektronik-Cluster „Silicon Alps" hat bereits 72 Mitglieder. Noch heuer wird das „Silicon Austria Lab" mit Standorten in Graz, Linz und Villach seine Arbeit aufnehmen. Das Forschungszentrum wird wesentlich dazu beitragen, die Steiermark als international führende Region im Bereich Mikroelektronik zu positionieren. Die Gesamtkoordination und die Geschäftsführung von Silicon Austria werden in Graz sein. Damit entstehen in der Steiermark bis zu 200 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze. Der Bund, die Länder Steiermark, Kärnten und Oberösterreich und die Unternehmen investieren in den kommenden fünf Jahren insgesamt 280 Millionen Euro in Silicon Austria.

„Ich gratuliere der Industrie, der Politik und den Wissenschaftspartnern in der Steiermark zu der hervorragenden Kooperation, welche dieses Ergebnis erst möglich macht", sagt TU Graz-Rektor Harald Kainz und prophezeit: „Die Forschungsquote weiter befeuern wird auch Silicon Austria, das neue Forschungszentrum für Mikroelektronik auf Weltniveau mit Sitz an der TU Graz. Sogenannte Electronic Based Systems dominieren heute all unsere Lebensbereiche - von Handys über Autos bis zur Home-Steuerung - und machen die Mikroelektronik zu einem signifikant wachsenden Segment. Mit Silicon Austria bündelt Österreich seine Kräfte in diesem Bereich, schafft hunderte neue Arbeitsplätze und stellt sich für den internationalen Wettbewerb auf."

 

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