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Winterbauoffensive kurbelt auch 2018 die heimische Bauwirtschaft an!

Graz, 14. September 2017 - Auf Initiative von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und mit Unterstützung des Finanzressorts fördert das Land Steiermark auch im Winter 2017/18 die heimische Bauwirtschaft mit der Winterbauoffensive. Dies wurde heute von der Landesregierung beschlossen. Für die Unterstützung von Bauprojekten steht eine Million Euro zur Verfügung, weitere 250.000 Euro für die Qualifizierungsoffensive Bau. „Die Winterbauoffensive ist eine Erfolgsgeschichte, die seit vielen Jahren dafür sorgt, dass durch das Vorziehen von Bauprojekten in den Winter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Beschäftigung gehalten werden können", so Eibinger-Miedl.


Die Winterbauoffensive sorgt seit 1996 für positive Beschäftigungseffekte, jedes Jahr können dadurch rund 500 Bauarbeiter in den auftragsschwachen Wintermonaten beschäftigt werden. Seit Bestehen der Winterbauoffensive im Jahr 1996 hat das Land Steiermark mit 42,5 Millionen Euro insgesamt 764 Bauprojekte unterstützt. Dadurch wurden Investitionen von 459 Millionen Euro ausgelöst und 12.616 Personen am Bau in Beschäftigung gehalten.

„Die Winterbauoffensive hat nicht nur in der Bauwirtschaft positive Auswirkungen, es werden dadurch auch neue Arbeitsplätze in allen Regionen der Steiermark geschaffen", so Eibinger-Miedl. Denn neben der Arbeitsplatzwirksamkeit des jeweiligen Projektes während der Bauphase sind die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Lehrausbildungsplätze beim Förderungsnehmer wesentliche Kriterien für die Förderwürdigkeit eines Projektes. Durch diesen Fokus konnten bisher 1105 zusätzliche Arbeitsplätze und 273 Lehrausbildungsplätze in der Steiermark geschaffen werden.

„Ziel der `Winterbauoffensive´ ist es, in der kalten Jahreszeit einen spürbaren Beschäftigungseffekt in der Bauwirtschaft zu erzielen. Die Steiermark ist in Sachen Senkung der Arbeitslosigkeit zwar generell auf einem guten Weg, dennoch hat für uns dieses Instrument zur Bekämpfung der Winterarbeitslosigkeit in dieser wetterabhängigen Branche höchste Priorität. Es geht hier schließlich auch um die Schaffung von zusätzlichen Lehrlingsausbildungsplätzen sowie um Dauerarbeits- und Behindertenarbeitsplätze. Ich bin daher sehr froh darüber, dass wir diese Offensive auch heuer wieder gemeinsam umsetzen können", so der neue Finanzlandesrat Anton Lang.

 

Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen

Zusätzlich zur Förderung von Bauprojekten gibt es seit 2003 die Qualifizierungsoffensive Bau. Dabei wird ein umfassendes Kursprogramm zur Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Baugewerbe angeboten. Die Qualifizierungsmaßnahmen werden mit 250.000 Euro gefördert, die Abwicklung erfolgt über die Steirische Wirtschaftsförderung SFG. Bisher wurden 2163 Unternehmen unterstützt, 6691 Teilnehmer wurden höherqualifiziert.

Positiv wird die Offensive auch von den Sozialpartnern beurteilt: „Die Steiermark ist Vorbild, wenn es darum geht, Klein- und Mittelunternehmen (KMU) bei der Erweiterung ihres Betriebs in Verbindung mit der Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen und Beschäftigung von weiteren steirischen Firmen zu fördern. Die „Winterbauoffensive" vergibt bis zu 50.000 Euro an nichtrückzahlbarer Förderung ganz gezielt für Bau- und Sanierungsmaßnahmen von KMU auch im Winter 2018. Grundvoraussetzung dafür ist die Beauftragung von steirischen Planern und steirischen Firmen. In einer Zeit, wo der unfaire Wettbewerb von ausländischen Firmen zunimmt, eine wichtige und richte Gegenmaßnahme", so NRAbg. Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz und Vorsitzender des Konjunkturforum Bau.

„Gerade die steirische Baubranche ist von der Öffnung des EU-weiten Marktes nach wie vor stark betroffen. Die Anbieter aus den umliegenden EU-Ländern können, auf Grund ihrer niedrigen Abgaben im Heimatland, bis zu 30% billigeren Preisen anbieten. Darüber hinaus bieten illegale Praktiken ein breites Feld für Lohn- und Sozialdumping. Diese Situation gefährdet die wirtschaftliche Stabilität unseres Standortes. Deshalb ist gerade in diesen Zeiten die Bereitstellung von Fördermitteln in der Höhe von einer Million Euro für die steirische Winterbauoffensive ein überaus positives Zeichen und ein entscheidender Impuls für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe zur Überbrückung der konjunkturschwachen Wintersaison. Im Rahmen der Winterbauoffensive werden ausschließlich steirische Firmen beauftragt und damit steirische Facharbeiter beschäftigt. Eine Vorreiterrolle für das Bestbieterprinzip im Bundesvergabegesetz! Darüber hinaus wirkt die Initiative auch den Arbeitslosenzahlen entgegen - es werden damit rund 500 Arbeitsplätze gesichert! Ebenso wichtig ist die Qualifizierungsoffensive, eine Maßnahme mit der die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter in den Wintermonaten gefördert wird. Denn die Qualität unserer Ausbildung und das Know-How unserer Betriebe sind der Bonus auf dem europäischen Wirtschaftsmarkt", so Bau-Landesinnungsmeister Alexander Pongratz.

 

Infos:

Mit der Winterbauoffensive werden Baumaßnahmen für gewerbliche und touristische Projekte sowie Gemeinden, die bauliche Maßnahmen an Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen durchführen, gefördert.

Die maximale Förderungshöhe beträgt 50.000 Euro pro Projekt, der Fördersatz 20 Prozent der Nettoherstellungskosten. Die Bauvorhaben müssen zwischen 6. November 2017 und 31. Mai 2018 durchgeführt und abgeschlossen werden. Der Baubeginn darf frühestens am 6. November 2017 und muss spätestens am 5. Februar 2018 erfolgen.

Der Reihungsvorschlag der eingereichten Projekte erfolgt durch das sozialpartnerschaftlich besetzte Konjunkturforum Bau, das bei der Kammer der ZiviltechnikerInnen für Steiermark und Kärnten angesiedelt ist, der Beschluss erfolgt durch die Landesregierung. Projekte können zwischen 18. September und 31. Oktober 2017 bei der Firma „planconsort ztgmbh" in Leibnitz (www.planconsort.at) eingereicht werden.

 

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