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8. COMET-Projekte Call ENTSCHEIDUNG

Am 11. November 2019 startete die Forschungsförderungsgesellschaft des Bundes (FFG) den 8. COMET-Projekte Call. 
In dieser Ausschreibung wurden österreichweit insgesamt 15 COMET-Projektanträge eingereicht. Für die 15 Projekte, an 12 davon war die Steiermark beteiligt, wurden rund  € 19,3 Mio. an Bundesförderung und rund € 9,6 Mio. an Landesmitteln (Verhältnis 2:1) beantragt, wobei sich die beantragten Gesamtkosten auf ca. € 68 Mio. beliefen. An Bundesmitteln standen für diesen Call € 10 Mio. zur Verfügung. Die thematischen Schwerpunkte lagen in den Bereichen Intelligente Produktion, Informatik, Energie, Mobilität und Life Sciences.

Die Juryentscheidung des 8. COMET-Projekte Calls ergab folgende 7 COMET-Projekte, wovon 6 der Projekte mit steirischer Beteiligung sind:

CARpenTiER

Modelling, Production and further Processing of Eco-Hybrid Structures and Materials

Textile Competence Center Vorarlberg, Universität Innsbruck
Beteiligtes Bundesland: Steiermark (Hauptsitz)

Der Klimawandel und die allgemeine globale Entwicklung zeigen, dass der Ressourcenverbrauch nicht mehr uneingeschränkt gesteigert werden kann. Dies bedeutet, dass auch bestehende Konzepte im Mobilitätssektor überdacht werden müssen. Die zentrale Herausforderung beim Einsatz von biobasierten Materialien in diesem Sektor ist jedoch die Entwicklung neuer Prozesstechnologien und die Beherrschung der Rohstoffvariabilität. Das Hauptziel im Projekt CARpenTiER ist daher eine rechnergestützte funktionsorientierte, dynamische Prozesssteuerung für zukünftige Zulieferer (Tiers) zu etablieren. Ausgehend von einem typischen Bauteil (Beispieleinheit), das alle Kriterien eines komplexen Hybridbauteils für die Automobilindustrie umfasst, soll eine Prozesssteuerung aufgebaut werden. Sowohl Prozess als auch Bauteil werden als digitale Zwillinge dargestellt. Der gewählte methodische Ansatz ist somit eine Kombination aus Material- und Prozessschrittsimulation.

HyTechonomy

Hydrogen Technologies for Sustainable Economies

HyCentA Research GmbH, Graz
Beteiligte Bundesländer: Steiermark (Hauptsitz), Oberösterreich

HyTechonomy zielt auf die Erforschung der wichtigsten Wasserstofftechnologien ab: Elektrolyseure, Speichersysteme und Brennstoffzellen. Darüber hinaus wird die Identifizierung von Optimierungen durch Sektorkopplung sowie die ideale Kombination der Technologien angestrebt. Bei Elektrolyseuren und Brennstoffzellen besteht Forschungsbedarf hinsichtlich Kostensenkung, Reduzierung der Degradation, Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Verbesserung der Funktionalitäten. Die Degradation erfordert ein tieferes Verständnis der Mechanismen und entsprechende beschleunigte Alterungstests, um Gegenmaßnahmen zu identifizieren. Wasserstoffspeicherung und -transport mit ausreichender gravimetrischer und volumetrischer Energiedichte stellen technische und wirtschaftliche Herausforderungen dar. Insbesondere die Speicherung von H2 in chemischen Bindungen, fest oder flüssig, befindet sich noch in einem frühen Stadium. Strategien für eine systemische Implementierung in allen Sektoren sind noch nicht ausreichend verfügbar.

ReWaste F

Recycling and Recovery of Waste for Future

Montanuniversität Leoben - Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft, Leoben
Beteiligtes Bundesland: Steiermark (Hauptsitz)

ReWaste F - Recycling und Verwertung von Abfällen für die Zukunft - ist die logische, hochqualitative F&E-Fortsetzung für 2021 bis 2025 - basierend auf umfassendem Know-how und Ergebnissen aus ReWaste4.0 unter Beachtung aktueller und zukünftiger Entwicklungen von Abfallströmen (nicht gefährliche gemischte Abfälle und darin enthaltene (Bio-)Kunststoffe und spezielle Abfallströme), Technologien (Maschinen, Sensoren, Sensorfusion, Kameras usw.) und Digitalisierung (Datenanalyse, intelligente digitale „MMM"-Vernetzung). ReWaste F wird mit einem erweiterten Konsortium (d.h. vier wissenschaftliche und 14 Unternehmenspartner) und vertieftem Fachwissen in Bezug auf Daten, Sensoren und digitale Vernetzung eine partikel-, sensor- und datenbasierte Kreislaufwirtschaft (EU-Paket trat 2018 in Kraft) aufbauen und umsetzen.

SafeLIB

Safety Aspects of Lithium-Based Traction Batteries Including the Qualification for Second Life Applications

Technische Universität Graz - Institut für Fahrzeugsicherheit, Graz
Beteiligte Bundesländer: Steiermark (Hauptsitz), Oberösterreich

Das Ziel von SafeLIB ist das mechanische, elektrische und chemische Verhalten von lithium-basierten Einzelzellen und Einzelmodulen unter Berücksichtigung von elektrischen Alterungseffekten bei Crashbelastungen. Die wird in der virtuellen Umgebung vertieft untersucht. Diese Analysen bieten die Basis um in einem weiteren Schritt die Qualifizierung von automotiven Batterien für eine zweite Nutzung zu untersuchen und Parameter abzuleiten, die eine Sicherheitsqualifizierung von Batterien zulassen.

Rail4Future

Railways for Future: Resilient Digital Railway Systems to enhance performance

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft, Wien
Beteiligte Bundesländer: Wien, Steiermark (Nebensitz)

Der europäische Eisenbahnsektor bietet 2,3 Millionen Menschen Beschäftigung und leistet einen bedeutenden Beitrag von 143b Bruttowertschöpfung. Aufgrund der Liberalisierung des Marktes und der Digitalisierung muss sich der europäische Eisenbahnmarkt entsprechend anpassen. Eine optimale Transportkapazität des Bahnsystems ist der Schlüssel zur Verringerung von Staus in den Ballungszentren. Die Bedeutung der Eisenbahn - als bestehender grüner Verkehrsträger des motorisierten Verkehrs - ist neben anderen Verkehrsträgern als Rückgrat der zukünftigen Mobilitätsdienstleistungen von entscheidender Bedeutung. Die Bereitstellung einer höheren Kapazität durch die Nutzung verfügbarer in-situ Eisenbahninfrastrukturen bei gleichzeitiger Einführung neuartiger Eisenbahnlösungen wie automatisierter Zugbetrieb oder die Einführung der Signalisierung beweglicher Blöcke erfordert eine Systemvirtualisierung und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur.

We3D

Wire-based additive manufacturing - materials and technologies - for 3D metal structures of the future

LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, Braunau am Inn - Ranshofen
Beteiligte Bundesländer: Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark (Nebensitz), Wien

Wire- & Arc- based Additive Manufacturing (WAAM) stellt eine neuartige Fertigungstechnologie dar, die es unter Anwendung moderner Draht-Auftragsverfahren erlaubt große, metallische 3D-Bauteile material- und energieschonend, hoch-qualitativ und zeiteffizient zu fertigen. ZIEL von We3D ist es WAAM auf eine neue Anwendungsebene zu heben - mit innovativen Werkstoffen, neuen Technologien und neuen Applikationsfeldern! Vision ist es We3D -Partner und ihre Produkte zu Frontrunnern für Wire- & Arc- Additive Manufacturing zu machen. Die Im Projekt verfolgten Industriepartner decken eine Vielzahl von Industriefeldern ab: Luft- & Raumfahrt; Automotive; Oil & Gas; Schienenfahrzeuge; Additive Fertigung; Maschinenbau.

TCCV2

Textile Competence Center Vorarlberg 2

ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft, Wien
Beteiligtes Bundesland: Vorarlberg

TCCV2 liefert wissenschaftliche Kenntnisse in den Bereichen Grenzflächen und Hybridstruktur (Area 1), Textilelektrochemie, textile Energiespeichersysteme und E-Textilien (Area 2) und nachhaltige Textilkonzepte, biobasierte Materialien und Textilzirkularität (Area 3) und auch konkrete Produktkonzepte und Demonstratoren für Verbundwerkstoffe, E-Textilien, Energiespeichersysteme und Hochleistungstextilien.

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