Anstieg der Steuereinnahmen der steirischen Gemeinden auch 2024
Deutliches Plus bei der Kommunalsteuer 2024
Graz (19. Jänner 2026).- Von 2023 auf 2024 wuchs die Kommunalsteuer, die in etwa ein Viertel aller Gemeindeeinnahmen ausmacht, um 6,7 Prozent. Gesamt wuchsen die Steuereinnahmen der Gemeinden – aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes und des Anstieges der Ertragsanteile um nur etwa 2,3 Prozent – um 3,7 Prozent.
Die Grundsteuer macht laut Martin Mayer, Leiter der Landesstatistik Steiermark in der Abteilung 17 der Steiermärkischen Landesregierung, nur einen vergleichsweisen geringen Anteil von 5,1 Prozent an den kommunalen Steuereinnahmen aus. Auch sie ist nur wenig gestiegen (+2,6 Prozent). Sonstige Abgaben (Anteil 4,3 Prozent) haben aber um beachtliche 8,8 Prozent zugenommen (nach einem Rückgang um 11,1 Prozent im Jahr 2023).
Diese Daten gehen aus der aktuellen Publikation der Landesstatistik Steiermark „Steuereinahmen der Gemeinden 2024“ hervor, die
hier im Detail abgerufen werden kann.
Mehr Bevölkerung, geringere Pro-Kopf-Quote
Die Steuerkraft-Kopfquote (Steuereinnahmen pro Einwohner) ist landesweit von 1.733 Euro (2023) auf 1.780 Euro (2024) um 2,7 Prozent gestiegen. Im Bezirksvergleich liegen bei der Steuerkraft-Kopfquote die städtisch geprägten Industriebezirke der Obersteiermark sowie Graz-Umgebung gut, allen voran jedoch weiterhin klar die Landeshauptstadt Graz, die fast ein Drittel aller landesweiten Abgaben und Steuern des Gemeindebereichs auf sich vereint und durch die Anwendung aktueller – weiter steigender – Einwohnerzahlen bei den Gesamteinnahmen profitiert.
Geringere Pro-Kopf-Quoten zeigen die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld, Leibnitz, Murau, Südoststeiermark, aber auch Voitsberg.
Steuereinnahmen dank Industrie und Tourismus
Bei einer Reihung der Gemeinden nach der Kopfquote liegen Großgemeinden, bedeutende Industriestandorte, Tourismuszentren und Bezirkshauptstädte auf den vordersten Plätzen, wobei – wie in den Vorjahren – Raaba-Grambach und Lannach die Rangliste anführen. Graz ist 2024 wieder auf Platz acht zu finden. Am Ende der Wertung findet man fast durchwegs Kleingemeinden mit hoher Agrarquote.
In den meisten – konkret 251 von 285 – Gemeinden kam es 2024 zu einem Anstieg der Steuereinnahmen pro Einwohner, am stärksten fiel er in Spielberg (Bezirk Murtal) mit einem Plus von 22,1 Prozent aus. Zum Vergleich: 2023 gab es in nur 74 Gemeinden ein Plus, 2022 wiederum in 285 (von 286) und 2021 sogar in allen steirischen Gemeinden. Das erste Corona-Jahr 2020 bescherte hingegen allen 285 Gemeinden einen Rückgang, während 2019 noch 279 einen Anstieg der Steuereinnahmen ausweisen konnten. Die jeweiligen Zahlen für die Jahre davor lauten: 197 (2018), 253 (2017), 226 (2016) und 134 (2015).
Bezüglich der Kopfquote gibt es bundesweit ein deutliches West-Ost-Gefälle, die höchsten Quoten findet man (ohne Wien) in den westlichen Bundesländern, allen voran Salzburg, gefolgt von Vorarlberg und Tirol vor den südlichen und östlichen Bundesländern Kärnten, Steiermark, Niederösterreich und etwas abgeschlagen das Burgenland.
Rückfragehinweis:
- Martin Mayer | Referat Statistik und Geoinformation | Telefon: +43 676 8666 2904 | E-Mail: martin.mayer@stmk.gv.at
Graz, am 19. Jänner 2026
Martin Schemeth unter Tel.: +43 (316) 877-4204, bzw. Mobil: +43 (676) 86664204 und Fax: +43 (316) 877-2294 oder E-Mail: martin.schemeth@stmk.gv.at zur Verfügung.
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