WIFO- und IHS-Winterprognose 2025-2027

WIFO - trotz verhaltenen Anstiegs im privaten Konsum wird ein höheres Wirtschaftswachstum erwartet
Während Österreich in den ersten beiden Quartalen 2025 in Hinblick auf das Wirtschaftswachstum relativ unverändert blieb, wies Statistik Austria einen spürbaren Zuwachs aus. Laut Presseaussendung des WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) von Mitte Dezember 2025 sei dieser Zuwachs mit dem Aufbau von Lagerbeständen zu begründen. Zu diesem Ergebnis hätte auch die positive Unternehmensstimmung im Verlauf von 2025 beigetragen. 2026 soll so das Wirtschaftswachstum etwa 1,2 % betragen.
Neben den leicht positiven Konjunkturaussichten hätte auch die Industrie den Tiefpunkt 2025 durchschritten, sodass die Exporte im Kontext der Weltwirtschaft wieder zunehmen. Weniger dynamisch soll sich jedoch der private Konsum im Laufe von 2025 verhalten haben. Für diesen wird in der heimischen Wirtschaft für die Jahre 2026 und 2027 ein Wachstum von nur 1 % prognostiziert.
IHS - die Investitionsfreude befindet sich auf einem Erholungspfad, die Inflation werde sinken
Das IHS - Institut für Höhere Studien - sieht die Wirtschaftsentwicklung ähnlich. Laut seiner Prognose sei nämlich die Volkswirtschaft auf einen moderaten Zuwachs wieder zurückgekehrt. So ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 % gestiegen, wobei in den kommenden Jahren ein BIP-Wachstum von etwa 1 % bis 1,1% erwartet werde. Positive Aussichten gibt es auch für die Inflation, welche vom IHS für 2026 mit 2,5 % und für 2027 mit 1,9 % beziffert wird.
Was den Arbeitsmarkt betrifft, so sieht das IHS auch hier positive Tendenzen: Die Arbeitslosenquote soll so laut IHS von 7,4 % für 2025 auf 7,1 % im Jahr 2027 zurückgehen. 2026 werde eine Arbeitslosenquote von etwa 7,3 % erwartet.
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