Der Warenaußenhandel im 1. Halbjahr 2025

Die nominellen Warenexporte der Steiermark sanken nach vorläufigen Ergebnissen der STATISTIK AUSTRIA im ersten Halbjahr 2024 um ‑5,1 % bzw. € ‑778 Mio. auf € 14,5 Mrd. (Österreich: ‑5,2 %). Die nominellen Warenimporte reduzierten sich um ‑8,4 % bzw. € ‑952 Mio. auf € 10,4 Mrd. (Österreich: ‑10,9 %). Die Warenhandelsbilanz betrug € +4,1 Mrd. und lag damit um € +175 Mio. bzw. +4,4 % über dem Vorjahreswert - ein historischer Höchststand.
Die nominellen Warenexporte der Steiermark sanken nach vorläufigen Ergebnissen der STATISTIK AUSTRIA im ersten Halbjahr 2025 um ‑2,8 % bzw. € ‑408 Mio. auf € 14,1 Mrd. (Österreich: ‑2,8 %). Die nominellen Warenimporte reduzierten sich um ‑0,1 % bzw. € ‑11 Mio. auf € 10,4 Mrd. (Österreich: +3,8 %). Die Warenhandelsbilanz betrug € +3,7 Mrd. und lag damit um € ‑397 Mio. bzw. ‑9,6 % unter dem Vorjahreswert. Nachdem österreichweit erstmals seit 2008 (damals € +140 Mio.) im ersten Halbjahr 2024 ein Warenhandelsbilanzüberschuss von € +2,9 Mrd. erzielt wurde, ergab sich im ersten Halbjahr 2025 ein deutliches Warenhandelsbilanzdefizit von € ‑3,3 Mrd.
Die Warenexporte der Steiermark nach Deutschland - dem wichtigsten Exportmarkt - konnten entgegen dem globalen Trend um +2,2 % bzw. € +81 Mio. auf € 3,81 Mrd. im ersten Halbjahr 2025 gesteigert werden. Ebenso gab es auch für die Vereinigten Staaten (das zweitgrößte Zielland) einen absoluten Warenexportzuwachs von € +39 Mio. bzw. +2,1 % auf € 1,96 Mrd. Die Ausfuhren nach Italien, dem drittwichtigsten Exporthandelspartner der Steiermark, gingen hingegen um ‑1,6 % bzw. € ‑14 Mio. auf € 907 Mio. zurück. Massive Rückgänge bei Warenexportvolumen wurden im ersten Halbjahr 2025 mit China (‑44,4 % bzw. €‑359 Mio. auf € 450 Mio.) und dem Vereinigten Königreich (‑43,1 % bzw. € ‑283 Mio. auf € 375 Mio.) realisiert. In beiden Fällen betraf der Rückgang vor allem die Warengruppe Kraftwagen und Teile davon (KN 87).
Über alle 97 KN-Gütergruppen betrachtet, konnten 46 davon ihre Exportumsätze um insgesamt € +514 Mio. erhöhen. 51 Gütergruppen hingegen mussten Exportrückgänge von insgesamt € ‑922 Mio. hinnehmen.
Aufgrund der geringen internationalen Nachfrage konnten nur wenige Warengruppen ihren nominellen Exportwert steigern. Die Warengruppe Pharmazeutische Erzeugnisse (KN 30) erreichte im ersten Halbjahr 2025 mit € +89 Mio. bzw. +24,6 % auf insgesamt € 451 Mio. die höchste absolute Ausweitung. Den zweiten Rang belegte die Warengruppe elektrischen Maschinen (KN 85) mit € +75 Mio. bzw. +5,9 % auf € 1,34 Mrd. Auf dem dritten Rang lag die Warengruppe verschiedene Lebensmittelzubereitungen (KN 21) mit einem absoluten Zuwachs von € +61 Mio. bzw. +83,4 % auf insgesamt € 133 Mio.
Die höchsten absoluten Rückgänge innerhalb der Warengruppen realisierten abermals die Kraftwagen und Teile davon (KN 87) mit einem Rückgang von € ‑233 Mio. bzw. ‑7,5 % auf € 2,86 Mrd., gefolgt von Maschinen und mechanische Geräte (KN 84) mit €‑212 Mio. bzw. ‑9,1 % auf € 2,12 Mrd. und Waren aus Eisen und Stahl (KN 73) mit € ‑126 Mio. bzw. ‑11,1 % auf € 1,0 Mrd.
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