Beschäftigungs- und Arbeitsmarktprognose – Frühjahr 2026

2026: leichter Beschäftigungszuwachs in der Steiermark bei weiterhin steigender Arbeitslosigkeit
Unselbstständige Beschäftigung
Für den Jahresdurchschnitt 2026 wird für die Steiermark ein geringes Wachstum in der Höhe von +0,4 % bzw. rund +2.050 auf rund 538.130 unselbstständig Aktivbeschäftigte erwartet. Die zu Jahresbeginn 2026 begonnene leichte Erholung des Arbeitsmarktes sollte sich im Laufe des zweiten Halbjahres verstärken, sodass die Verluste des Vorjahres (-0,3 % bzw. -1.843) zur Gänze kompensiert werden können.
Wie bereits im Vorjahr wird auch für heuer für die Männer ein weiterer Beschäftigungsrückgang, wenngleich nur marginal (-0,1 % bzw. -150), für Frauen hingegen eine deutliche Beschäftigungsausweitung in der Höhe von +0,9 % bzw. rund +2.200 erwartet.
Demografisch gesehen wird sich die Gruppe der bis 59-Jährigen Männer (-0,4 % bzw. -1.000) verkleinern, die der bis 59-Jährigen Frauen wird stagnieren. Dagegen wird sich die Gruppe der 60-Jährigen und Älteren weiter deutlich vergrößern. So wird die Gruppe 60+ der Männer um +5,0 % bzw. rund +860 Beschäftigte auf rund 18.250 wachsen, die Gruppe der Frauen hingegen wird um mehr als ein Fünftel mit +21,1 % bzw. +2.180 auf rund 12.550 Beschäftigte zulegen. Hier wirkt sich bereits die stufenweise Erhöhung des gesetzlichen Pensionsalters für Frauen deutlich aus.
Der produzierende Bereich (B-F) wird sich deutlich schwächer als in der Herbstprognose 2025 angenommen entwickeln. Der Rückgang wird rund -1,2 % bzw. -1.970 (Herbst 2025: -0,4 % bzw. rund -560) Beschäftigungsverhältnisse betragen. Innerhalb dieses Bereiches wird die Herstellung von Waren (C) um -1,3 % bzw. -1.440 (Herbst 2025: -0,6 % bzw. -560) Beschäftigungsverhältnisse verlieren. Die Energie- und Wasserversorgung (D/E) wird um -0,6 % bzw. -40 schrumpfen. Das Bauwesen (F) wird 2026 das vierte Jahr in Folge Beschäftigungsverluste zu tragen haben. Mit rund -1,1 % bzw. -420 Beschäftigungsverhältnisse liegt der Rückgang auf dem Vorjahresniveau.
Der Arbeitsmarkt 2026
Für den Jahresdurchschnitt wird für die Steiermark ein Anstieg von +3,0 % bzw. +1.500 auf einen Durchschnittsbestand von 39.950 als arbeitslos vorgemerkte Personen erwartet. Der überwiegende Anteil der Wirtschaftsbereiche wird weiterhin von einer zunehmenden Arbeitslosigkeit betroffen sein.
Frauen werden mit +3,7 % etwas stärker als die Männer mit +2,5 % von der steigenden Arbeitslosigkeit betroffen sein.
Die Personen in Schulung werden um +2,3 % auf durchschnittlich 8.320 Personen steigen.
Die Arbeitslosenquote steigt im Jahresdurchschnitt von 6,6 % auf 6,8 % und liegt damit weiterhin deutlich unter der Gesamtösterreichs mit erwarteten 7,5 %.
2027: erkennbarer Beschäftigungszuwachs und marginale weitere Ausweitung der Arbeitslosigkeit
Beschäftigung
Der Blick ins Jahr 2027 ist naturgemäß mit zusätzlichen Unsicherheiten behaftet. Für das Jahr 2027 wird für die Steiermark ein deutlicher Zuwachs der unselbstständigen Aktivbeschäftigung von +0,7 % bzw. rund +3.760 Beschäftigungsverhältnissen erwartet.
Geschlechtsspezifisch wird davon ausgegangen, dass die Ausweitung zu rund drei Viertel von Frauen (+1,2 % bzw. +2.910) getragen wird. Die Zahl der Männer wird hingegen um +0,3 % bzw. +850 zunehmen können.
Der Zuwachs wird erneut nur vom Dienstleistungsbereich (+1,1 % bzw. +4.080) getragen. Als größter Wachstumsbereich wird weiterhin der Öffentliche Bereich (P-R) mit +1,0 % bzw. +1.540 dienen. Die erweiterten Wirtschaftsdienste (M-O) werden die im Vorjahr gestartete Wachstumsphase weiter fortsetzen und mit +2,2 % bzw. +1.370 ein weiteres deutliches Wachstumszeichen setzen. Mit Ausnahme der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit -0,1 % bzw. -10 sollten alle Wirtschaftsbereiche des Dienstleistungsbereiches Beschäftigungszuwächse realisieren können.
Der produzierende Bereich (B-F) wird seinen Beschäftigtenstand 2027 nur mehr geringfügig (-0,3 % bzw. -440) reduzieren. Für die Herstellung von Waren wird ein weiterer Rückgang von -0,5 % bzw. -540 Beschäftigten erwartet. Die Energie- und Wasserversorgung (D/E) wird mit +0,7 % bzw. +50 Beschäftigte aufbauen. Für das Bauwesen wird nach vier Jahren des Rückgangs ein leichter Zuwachs an Beschäftigten von +0,2 % bzw. +80 erwartet.
Der Arbeitsmarkt 2027
Es wird ein weiterer leichter Anstieg von vorgemerkten Arbeitslosen im Ausmaß von +1,6 % bzw. 630 auf 40.580 Personen im Jahresdurchschnitt 2027 erwartet.
Die Personen in Schulung steigen um +1,6 % auf durchschnittlich 8.450 Personen.
Die Arbeitslosenquote in der Steiermark steigt erneut leicht von 6,8 % auf 6,9 %.
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