WIFO- und IHS-Sommerprognose 2026

WIFO
Nach Einschätzung des WIFO entwickelte sich die österreichische Wirtschaft im Vorjahr besser als in der Frühjahrsprognose vom April 2026 angenommen. Dadurch wird die wirtschaftliche Ausgangssituation für das laufende Jahr insgesamt positiver bewertet.
Gleichzeitig wirkt sich der Iran-Krieg belastend auf die Konjunktur aus. Seit dem Beginn des Konflikts ist die Inflation deutlich angestiegen, während sich die wirtschaftliche Stimmung merklich verschlechtert hat. Nach Ansicht der WIFO-Expertinnen und -Experten dürfte sich die Konjunktur mit sinkenden Energiepreisen ab der zweiten Jahreshälfte wieder erholen und an Dynamik gewinnen. Für die Jahre 2026 und 2027 rechnet das WIFO jeweils mit einem Wirtschaftswachstum von rund 1 %.
IHS
Das Institut für Höhere Studien - kurz IHS - geht davon aus, dass die österreichische Wirtschaftsleistung im zweiten und dritten Quartal 2026 weitgehend stagniert und erst zum Jahresende wieder stärker wächst. Für die Jahre 2026 und 2027 prognostiziert das Institut daher ein Wirtschaftswachstum von 0,8 % beziehungsweise 1,0 %.
Aufgrund des neuerlichen Energiepreisschocks erwartet das IHS für das Jahr 2026 eine durchschnittliche Inflationsrate von 3,0 %. Auch im darauffolgenden Jahr soll sie mit 2,3 % weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel der EZB liegen. Für den Arbeitsmarkt rechnet das Institut im laufenden Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 7,5 %, die 2027 auf 7,3 % zurückgehen dürfte. Das Budgetdefizit soll nach 4,2 % im Vorjahr im laufenden Jahr 4,0 % und im kommenden Jahr 3,7 % des Bruttoinlandsprodukts betragen.
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Ing. Mag. Raimund Kurzmann
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