Der Warenaußenhandel 2024

Die nominellen Warenexporte der Steiermark sanken nach endgültigen Ergebnissen der STATISTIK AUSTRIA im Jahr 2024 um ‑1,3 % auf € 28,51 Mrd. (Österreich: ‑4,8 %). Die nominellen Warenimporte reduzierten sich um ‑5,6 % auf € 20,54 Mrd. (Österreich: ‑6,8 %). Die Warenhandelsbilanz betrug € +7,97 Mrd. und lag damit um € +644 Mio. bzw. +11,8 % über dem Vorjahreswert - ein weiterer historischer Höchststand.
Österreichweit wurde erstmals seit 16 Jahren (2007) wieder ein Warenhandelsbilanzüberschuss in der Höhe von € +2,19 Mrd. erzielt, nach € ‑2,02 Mrd. im Vorjahr.
Die Warenexporte der Steiermark nach Deutschland - dem wichtigsten Exportmarkt - reduzierten sich im Jahr 2024 deutlich um ‑6,4 % bzw. € ‑508 Mio. auf € 7,45 Mrd. Die Vereinigten Staaten (das zweitgrößte Zielland) hingegen verbuchten einen absoluten Warenexportzuwachs von € +711 Mio. bzw. +23,2 % auf € 3,78 Mrd. und realisierten dadurch die größte absolute Ausweitung entlang der Staatenbetrachtung. An der zweiten Stelle folgte Saudi-Arabien mit € +129 Mio., gefolgt von Malasyia mit € +81 Mio. und Spanien mit € +51 Mio. Die stärksten absoluten Warenexportrückgänge verzeichneten neben Deutschland die Zielstaaten Südkorea mit € ‑117 Mio. bzw. ‑20,3 %, Ungarn mit € ‑114 Mio. bzw. ‑13,0 %, Belgien mit € ‑113 Mio. bzw. ‑18,3 % und die Türkei mit € ‑106 Mio. bzw. ‑33,8 %.
Über alle 97 KN-Gütergruppen betrachtet, konnten 42 davon ihre Exportumsätze um ingesamt € +1,57 Mrd. erhöhen. 55 Gütergruppen hingegen mussten Exportrückgänge von insgesamt € ‑1,94 Mrd. hinnehmen.
Die Warengruppe Maschinen und mechanische Geräte (KN 84) realisierte im Jahr 2024 die höchste absolute Ausweitung aller Gütergruppen (€ +816 Mio. bzw. +22,1 % auf € 4,51 Mrd). Danach folgten die Warengruppen Papier und Pappe (KN 48) mit einem Zuwachs von € +321 Mio. bzw. +23,5 % auf € 1,69 Mrd. und pharmazeutische Erzeugnisse (KN 30) mit € +109 Mio. bzw. +17,9 % auf € 718 Mio.
Den größten absoluten Rückgang der steirischen Warenexporte stellte die Warengruppe Zugmaschinen, Kraftwagen, ‑räder, Fahrräder, Teile davon (KN 87) mit € ‑1,17 Mrd. bzw. ‑17,0 % auf € 5,76 Mrd. Es folgten die Warengruppen Eisen und Stahl (KN 72) mit € ‑181 Mio. bzw. ‑9,4 %, sowie Waren aus Eisen und Stahl (KN 73) mit € ‑126 Mio. bzw. ‑5,6 %.
Weitere Details zu den endgültigen Zahlen des Warenaußenhandels finden Sie
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Ing. Mag. Raimund Kurzmann
Wirtschafts- und regionalpolitische Stellungnahmen und Berichte, Evaluierungen, WIBIS, Wirtschaftsbericht
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