Der Arbeitsmarkt Ende April 2026

Ende April 2026 war in der Steiermark die unselbstständige Aktivbeschäftigung (endgültige Zahlen) gegenüber dem Vorjahr um +0,2 % bzw. +850 (Österreich: +0,4 % bzw. +17.317) Beschäftigungsverhältnisse höher als im April 2025. Insgesamt wurden in der Steiermark damit 535.943 unselbstständige Aktivbeschäftigungsverhältnisse gezählt (Österreich: 3.890.708).
Am 30.04.2026 wurden in der Steiermark 38.000 vorgemerkte Arbeitslose gezählt. Damit waren um +3,7 % bzw. +1.350 mehr Personen als Ende April 2025 von Arbeitslosigkeit betroffen. In Österreich waren es 320.316 Personen und damit um +2,7 % bzw. +8.478 mehr als Ende April 2025. Männer in der Steiermark verzeichneten einen Anstieg von +0,9 % (Ö: +0,0 %), Frauen von +7,2 % (Ö: +6,0 %). Die Gruppe der betroffenen Jugendlichen sank um ‑4,2 % (Ö: +2,1 %) auf 3.752 Personen. Zuwächse im Vorjahresvergleich realisierte die Gruppe der Älteren (50+) mit +5,3 % (Ö: +4,5 %).
Die Langzeitarbeitslosigkeit stieg in der Steiermark um +29.6 % auf 7.059 Personen (Österreich: +23,8 % auf 53.167), die Langzeitbeschäftigungslosigkeit stieg um +17,6 % auf 11.949 Personen (Österreich: +13,3 % auf 103.322). Die endgültige Arbeitslosenquote lag in der Steiermark Ende April 2026 bei 6,5 % (+0,2 Prozentpunkte gegenüber April 2025) die Österreichs bei 7,5 % (+0,2 Prozentpunkte gegenüber dem April 2025).
Steirische Warenherstellung verliert weiter an Aktivbeschäftigung
Die Arbeitsmarktlage in der steirischen Herstellung von Waren (C) hat sich im Jahresverlauf 2025 weiter deutlich verschlechtert. Lag die unselbstständige Aktivbeschäftigung Ende Dezember 2024 noch bei 111.634 Beschäftigten, waren es zum Jahresende 2025 nur mehr 109.704 und damit ein Verlust von ‑1,7 % bzw. ‑1.930 Jobs innerhalb eines Jahres. Betrachtet man die Jahresdurchschnitte, so betrug der Verlust im Jahr ‑2,5 % bzw. ‑2.839 auf durchschnittlich 111.203 Beschäftigte. In dieser Betrachtung sind keine Leiharbeitskräfte inkludiert, da diese in einer eigenen Wirtschaftsabteilung gezählt werden. Da Leiharbeitskräfte in allen Wirtschafsbereichen tätig sind, ist eine direkte Zurechnung z.B. zur Herstellung von Waren nicht möglich, wobei aber angenommen werden kann, dass ein Großteil davon in der Herstellung von Waren und im Bauwesen tätig ist. Damit ist auch ein Großteil der Jobverluste bei den Leiharbeitskräften auch indirekt der Herstellung von Waren bzw. dem Bauwesen zuzurechnen.
Die Dynamik der Arbeitslosigkeit lag auch im Jahr 2025 in der Herstellung von Waren mit einem Zuwachs von +11,6 % bzw. +470 Arbeitslosen deutlich über der Gesamtdynamik von +8,8 %. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren damit 4.531 Arbeitslose der Herstellung von Waren zuzurechnen.
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